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Eine Analyse der Auswirkungen einer Cannabislegalisierung

Dieser Text wurde ursprünglich im Oktober 2018 am Gymnasium Pegnitz verfasst[1], im November 2018 leicht verändert auf chrissx.ga veröffentlicht[2] und nun für die ZERM erneut leicht überarbeitet.

Aufgrund der Legalisierungen in diversen Teilen der USA und vor Kurzem auch in Canada stellt sich nun immer mehr die Frage, ob Cannabis nun auch in Deutschland erlaubt werden sollte, im Folgenden werden potentielle Vor- und Nachteile abgewogen.

Ein großes Argument gegen eine Legalisierung sind natürlich die gesundheitlichen Folgen. Wenn mehr Menschen Cannabis konsumieren, werden sicherlich mehr Menschen abhängig. Des Weiteren kann Cannabis bei langjährigem Konsum auch zu Psychosen, Halluzinationen, Paranoia und Ähnlichem führen. Die Legalität könnte natürlich auch viele Jugendliche zum Konsum verleiten, unter anderem auch, weil die Legalisierung von Vielen als ein „Signal“ („Was setzen wir da für ein Signal?“ – Melanie Huml, bayerische Drogenbeauftragte) gesehen werden könnte.

Dabei stellt sich dann allerdings die Frage, wieso dies bei den heute in Deutschland legalen psychoaktiven Substanzen, vor allem Alkohol und Tabak, in Ordnung ist, da Cannabis im Gegensatz zu Alkohol nicht körperlich abhängig macht, bei nicht gerauchtem Konsum kaum körperliche Schäden verursacht und wegen des eher entspannenden Effektes kaum Fremdschädigung verursacht. Die LSD-ähnlichen Halluzinationen sind bei einer normalen Konsummenge von wenigen Gramm Tetrahydrocannabinol (kurz THC) auch nicht zu erwarten.

Zu den Vorteilen der Legalisierung zählt natürlich, dass damit Süchtigen viel besser geholfen werden kann, weil sie kein verunreinigtes, sondern reines Cannabis bekommen und damit ihren Konsum langsam herunterdosieren können.

Durch die Legalisierung wird auch der Jugendschutz gestärkt, da in Fachgeschäften natürlich eine strikte Ausweiskontrolle geschieht, während Schwarzmarkthändlern das Alter egal ist.

Außerdem würden dann auch nicht mehr Cannabiskonsumenten, die niemandem geschadet haben, wegen sehr geringen Mengen zu hohen Geldstrafen verurteilt werden, was auch für viele Menschen ein Grund wäre, von den gefährlicheren, heute legalen, Substanzen, beispielsweise Alkohol, auf Cannabis zu wechseln, was sicherlich viele aggressive Betrunkene verhindern würde.

Vor allem aber würde man mit einer Legalisierung einen großen Teil des Schwarzmarktes loswerden, da dieser dann nur noch an einen kleinen Teil der Jugendlichen verkaufen könnte.

Insgesamt hätte eine Legalisierung weiterer psychoaktiver Substanzen also einige positive Folgen für die Gesellschaft. Weitere Diskussionen zu Details sind aber definitiv nötig.